Kirschke Haus und Garten
Lexikon

Trocknungsrisse

Ton schrumpft nach der Formung beim Trocknen durch Verlust des enthaltenen Wassers um ca. 10 %. An Stellen, an denen der Ton sehr dick war, in Ecken oder auch am Boden, an denen der Ton daher noch stärker schrumpft, entstehen manchmal Risse, die als Trocknungsrisse bezeichnet werden. Sie sind vor dem endgültigen Festwerden des Tons während des Brennens entstanden und beeinträchtigen nicht die Festigkeit des Gefäßes. Der Klopftest zeigt dies sofort: der Scherben hat seinen vollen Klang. Gefäße hingegen, die nach dem Brennen durch mechanische Belastung gerissen sind, klingen beim Klopftest nicht, sondern scheppern. Trocknungsrisse sind durch mechanische Beanspruchung auch nicht weiter zu vergrößern und reißen nicht von sich aus weiter. Während der Frostperiode stellen sie keine Gefährdung für eindringendes Sickerwasser dar, da die Spaltbreite höher ist als die für Kapillarwirkung nötigen Durchmesser: Das Wasser läuft an diesen Stellen ab.















   
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